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Leinsamen für Hunde I Alpenwuff Ratgeber Hundeernährung

Leinsamen für Hunde Alpenwuff Ratgeber

Leinsamen für Hunde sind ein echter Trend im Hundefutter. Erfahre hier, warum die Leinsamen und Hund gut zusammen passen, warum sie so eine wertvolle Zutat in Hundefutter sind, und was Nachteile von Leinsamen sein können.


Leinsamen beim Hund- eine kleine Wunderwaffe


Lea Reich

Über die Autorin: Lea Reich

Lea ist Gründerin von Alpenwuff und Expertin für Hundeernährung. Mit Hilfe ihrer fundierten wissenschaftlichen Ausbildung, der Entwicklung von mehreren Alpenwuff Futtersorten und jahrelangen Erfahrungen im Umgang mit Hunden fasst sie aktuelle Themen zusammen und teilt sie ihr Wissen in unserem Alpenwuff Blog.

Was sind Leinsamen

Leinsamen sind Samen der Flachspflanze, die auch Lein oder Flachs genannt wird. Sie sind reich an Ballaststoffen, Proteinen, Fettsäuren und Mineralien und werden häufig als gesundheitsförderndes Nahrungsmittel angesehen oder auch als "Superfood" bezeichnet. Leinsamen werden auch zur Herstellung von Leinöl verwendet, das ebenfalls als Nahrungsergänzungsmittel verwendet wird. Sie enthalten einen hohen Anteil an Schleimstoffen, die im Wasser aufquellen und die Leinsamen mit einer glibberigen Masse umziehen.

Leinsamen und Hund - dürfen Hunde Leinsamen essen?

Leinsamen für Hunde können eine gute Ergänzung der Ernährung für Hunde sein. Sie sind reich an Omega-3-Fettsäuren, Ballaststoffen und Vitaminen und haben einen hohen Eiweißgehalt von circa 20%.

Wirkung von Leinsamen für den Hund

Durch den hohen Anteil an Schleimstoffen können Leinsamen einen hohen Anteil an Wasser im Darm binden und eine schützende Schleimschicht auf der Magen-Schleimhaut bilden. Damit pflegen sie die Magenschleimhaut, können Entzündungen reduzieren und durch die Ballaststoffe die Verdauung unterstützen. Sie können zudem helfen, den Cholesterinspiegel zu senken. Somit können Leinsamen eine deutlich positive Wirkung auf die Gesundheit haben.


Es ist jedoch wichtig, die Menge der Leinsamen, die einem Hund gegeben wird, zu begrenzen. Zu viele Leinsamen können zu Verdauungsproblemen führen und auch die Aufnahme von Nährstoffen beeinträchtigen. Als Richtwert schreibt die Wissenschaft einen Maximalanteil von ca. 4% Leinsamen in der Futterrezeptur vor. Bis 4% Leinsamenanteil sind keine negativen Effekte auf die Verdaulichkeit zu beobachten, während es bei größeren Mengen zu Verdauungsstörungen kommen kann.


Vorteile Leinsamen in Hundefutter

Vorteile Leinsamen beim Hund
        1. Leinsamen enthalten viele gesunde Omega-3-Fettsäuren, die zur Gesundheit von Hunden beitragen können. Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für das Herz-Kreislauf-System, können Entzündungen reduzieren und das Immunsystem stärken.
        2. Leinsamen sind eine ausgezeichnete Quelle von Ballaststoffen, die zur Verdauung und Regulierung des Blutzuckerspiegels beitragen können. Ballaststoffe können auch helfen, das Gewicht zu kontrollieren und das Risiko von Fettleibigkeit und Diabetes bei Hunden zu reduzieren.

        3. Leinsamen können auch zur Unterstützung der Haut- und Fellgesundheit beitragen. Die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren können dazu beitragen, Hautirritationen zu reduzieren, das Fell glänzend und gesund zu halten und den Juckreiz zu lindern.

        4. Leinsamen können dazu beitragen, die Knochengesundheit zu unterstützen, da sie eine gute Quelle für Kalzium, Magnesium und Phosphor sind.

        5. Leinsamen können das Risiko von Krebs bei Hunden reduzieren, da sie Phytoöstrogene enthalten, die antioxidative Eigenschaften haben und dabei helfen können, die Zellen vor Schäden durch freie Radikale zu schützen.

        6. Leinsamen können auch dazu beitragen, die Gehirnfunktion zu verbessern und das Risiko von altersbedingten neurologischen Erkrankungen zu verringern, da sie Alpha-Linolensäure (ALA) enthalten, die in der Leber in Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) umgewandelt wird.


Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Vorteile von Leinsamen in Hundefutter von vielen Faktoren abhängen, einschließlich der Menge, die dem Futter zugesetzt wird, der Qualität des Futters insgesamt und den individuellen Bedürfnissen des Hundes. Für ein hochwertiges Futter mit angemessener Menge Leinsamen schau Dir doch mal unser kaltgepresstes Hundefutter an. 

Nachteile Leinsamen im Hundefutter


      1. Ölhaltigkeit: Leinsamen sind reich an Ölen und können daher schnell ranzig werden, wenn sie nicht richtig gelagert werden. Ranziges Öl kann die Nährstoffqualität des Futters beeinträchtigen und den Hund krank machen.

      2. Phytinsäure: Leinsamen enthalten Phytinsäure, die die Absorption von Mineralstoffen im Körper des Hundes hemmen kann.

      3. Verdauungsprobleme: Einige Hunde können Schwierigkeiten haben, Leinsamen zu verdauen, was zu Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall oder Verstopfung führen kann.

      4. Allergische Reaktionen: Leinsamen sind auch eine häufige Allergiequelle bei Hunden, daher sollten Hunde mit empfindlichem Magen-Darm-Trakt oder bekannten Allergien gegenüber Leinsamen vermieden werden.

      5. Wechselwirkung mit Medikamenten: Leinsamen können die Wirkung von bestimmten Medikamenten beeinträchtigen. Es ist daher wichtig, sich vor der Verwendung von Leinsamen in der Ernährung Ihres Hundes mit einem Tierarzt abzusprechen.

Um diese Nachteile zu umgehen ist es wichtig, die Menge der zugesetzten Leinsamen sowie potenzielle Reaktionen genau zu kontrollieren und zu beobachten.

Soll ich Hundefutter mit Leinsamen kaufen?

Das kommt ganz darauf an, wie der Gesundheitszustand Deines Hundes und seine Ernährungsbedürfnisse sind. 


Grundsätzlich sind Leinsamen eine nahrhafte Zutat im Hundefutter, denn sie sind eine gute Quelle für Omega-3-Fettsäuren, Ballaststoffe und Vitamine.

Es ist jedoch wichtig, dass du Deinem Hund Leinsamen nur in kleinen Mengen gibst (bis 4% der Futterrezeptur), da es sehr reich an Ballaststoffen ist und eine große Portion zu Problemen mit dem Verdauungssystem führen kann.



team alpenwuff

"Futter ohne Kompromisse“ - Wir wollen, dass mehr Hunde gesund ernährt werden!

Was bedeutet "offene Deklaration"?

Die " offene Deklaration " im Zusammenhang mit Hundefutter bezieht sich auf die transparente Offenlegung von Informationen über die Zusammensetzung des Futters in Bezug auf die einzelnen Inhaltsstoffe und deren verarbeitete Mengen.

"Offene Deklaration" bedeutet, dass wir beim Alpenwuff Futter alle Zutaten und deren genaue prozentuale Anteile transparent auflisten. Du weißt also immer, was genau in jedem Beutel Alpenwuff steckt.

Eine offene Deklaration dient dazu, Tierhaltern klare Informationen über das Futter zu geben, damit sie fundierte Entscheidungen zur täglichen Ernährung treffen können. Durch das Lesen der Deklaration können Tierhalter feststellen, welche Hauptbestandteile im Futter enthalten sind. Das unterstützt dabei, Allergene auszuschließen, die Qualität eines Futters zu bewerten und ein Verständnis für das Verhalten eines Hundes zu entwickeln. Denn besteht ein Futter beispielsweise zu einem Großteil aus Mais, spiegelt sich das oft im Verhalten wider. Eine offene Deklaration ermöglicht es also sicherzustellen, dass das Futter den individuellen Bedürfnissen des Hundes entspricht und seine Gesundheit fördert. Darüber hinaus enthält die Deklaration idealerweise Informationen über den Hersteller und den Herstellungsprozess, was Vertrauen in die Produktqualität und Rückverfolgbarkeit der Rohstoffe schafft.

Warum sollte kaltgepresstes Futter besser sein?

Der Vergleich zwischen extrudiertem und kaltgepresstem Hundefutter kann anhand mehrerer Aspekte aufgezeigt werden, die die Vorzüge von kaltgepresstem Futter verdeutlichen:

  1. Schonender Herstellungsprozess:  Kaltgepresstes Futter wird bei niedrigeren Temperaturen (60°C) hergestellt. Im Gegensatz dazu wird extrudiertes Futter bei hohen Temperaturen (bis zu 200°C) hergestellt, was zu einem größeren Verlust natürlicher Nährstoffe führt.
  2. Bessere Nährstofferhaltung:  Der schonende Herstellungsprozess trägt dazu bei, dass natürliche Nährstoffe der Zutaten ähnlich wie bei der Dampfgarung besser erhalten bleiben. Aufgrund der schonenden Temperaturen bleiben natürliche Vitamine und Nährstoffe in kaltgepresstem Futter weitgehend intakt.
  3. Bessere Verdaulichkeit:  Kaltgepresstes Futter zerfällt im Hundemagen schnell in seine Bestandteile und bläht nicht wie es die meisten extrudierten Futterbriketts bei Flüssigkeitskontakt auf. Somit sind die Nährstoffe schnell zugänglich und verdaubar. Die leichtere Verdaulichkeit von kaltgepresstem Futter kann dazu beitragen, dass Hunde weniger Verdauungsprobleme haben. Dies führt zu weniger Blähungen und einem insgesamt zufriedeneren Hund.

Auf wieviel Grad wird das Futter erhitzt?

Unser Futter wird bei niedrigen Temperaturen schonend kaltgepresst, um die Nährstoffe zu erhalten. In der Kaltpresse wird eine maximale Temperatur von ca. 60°C erreicht.

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