Immer wieder stolpert man über die Begriffe "kaltgepresst" und "extrudiert", wenn man sich mit dem Thema Hundefutter beschäftigt. Hier erfährst Du, was die Unterschiede sind.
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Wie unterscheiden sich kaltgepresstes Hundefutter und extrudiertes Hundefutter?
Extrudiertes oder kaltgepresstes Hundefutter sind zwei verschiedene Herstellungsmethoden für Trockenfutter, die sich vor allem hinsichtlich des Herstellungsprozesses, der Konsistenz, des natürlichen Nährstoffgehalts und der Haltbarkeit unterscheiden.

1. Herstellungsprozess
Die meisten Hundefutter aus dem Handel sind extrudiertes Futter. Bei diesem Herstellungsprozess werden alle Zutaten zunächst im so genannten Extruder auf 130°C bis 200°C erhitzt. Unter Druck und Wasserdampf wird das Futter durch eine Drüse gepresst und in Pellets zerteilt. Die Pellets werden dann in einer Trommel getrocknet. Beim Austritt aus dem Extruder durchlaufen die Futterpellets zunächst ein starkes Temperaturgefälle, sodass häufig kleine Luftlöcher in den Pellets entstehen. Diese Luftlöcher sorgen später unter anderem für das Aufquellen des extrudierten Hundefutters bei Wasserkontakt. Zuletzt werden die durch hohe Temperaturen zerstörten Vitamine und Fettsäuren sowie künstliche Zusatzstoffe durch ein "Coating" auf die Pellets aufgesprüht, was zu der fettigen, behafteten Oberfläche von extrudierten Hundefuttern führt.
Eine alternative Herstellungsform von Trockenfutter ist die Kaltpressung. Bei der Kaltpressung werden Fleisch und Kohlenhydrate zunächst separat bei 80-100°C vorbearbeitet. Das Fleisch wird erhitzt, um Keime abzutöten und Kohlenhydratquellen wie Kartoffeln oder Erbsen werden vorgegart um sie für den Hund verdaulich zu machen. Denn auch der Hund kann mit rohen Kartoffeln nichts anfangen. Anschließend werden die einzelnen Zutaten getrocknet und gemahlen. Dann werden alle Zutaten mit etwas Wasser schonend vermischt und der Presse zugeführt. Bei Temperaturen von maximal 60°C wird die fertige Mischung zuletzt unter hohem Druck durch eine Matrize gedrückt, welche die Pellets zusammenpresst. Vitamin- und Fettlieferanten werden somit konsequent schonenden Temperaturen von unter 60°C ausgesetzt - ähnlich wie Gemüse bei der Dampfgarung.
2. Natürlicher Nährstoffgehalt
Beim extrudierten Hundefutter werden hitzelabile Vitamine und Fettstrukturen Temperaturen bis zu 200 Grad Celsius ausgesetzt. Das hat zur Folge, dass die natürlichen Vitamine und Fettstrukturen in deutlich höherem Maße angegriffen und zerstört werden und deshalb am Ende des Herstellungsprozesses im "Coating" künstlich aufgesprüht werden müssen.
Kaltgepresstes Futter enthält hingegen aufgrund der deutlich geringeren Temperaturen im Herstellungsprozess mehr natürliche Nährstoffe. Da hitzelabile Vitamine und Fettstrukturen aus Ölen und pflanzlichen Inhaltsstoffen nicht so hohen Temperaturen ausgesetzt werden, gilt die Kaltpressung als naturnah.
3. Konsistenz
Kaltgepresstes Futter hat zunächst eine härtere Konsistenz und benötigt daher mehr Kauen, was die Zahngesundheit fördern kann. Kommt kaltgepresstes Futter jedoch mit Wasser in Kontakt, zerfällt es schnell in seine einzelnen Mehle.
Extrudiertes Futter hingegen hat eine weichere Grundkonsistenz, ist fettiger und weist mehr Strukturen an der Oberfläche auf. Bei Wasserkontakt quillt extrudiertes Hundefutter aufgrund von Luftlöchern, Kohlenhydraten und weiteren Aspekten stark auf. Daher wird kaltgepresstes Futter oft als bekömmlicher bezeichnet. Es gibt jedoch auch Hunde, die die schnelle Zugänglichkeit der Nährstoffe beim kaltgepressten Futter nicht vertragen. Dies kann sich durch regelmäßiges Erbrechen nach dem Fressen äußern, sofern das kaltgepresste Futter über einen Zeitraum von mindestens 2 Wochen ausprobiert wurde.
4. Haltbarkeit
Aufgrund des schonenden Herstellungsprozesses und dem üblichen Verzicht künstlicher Konservierungsstoffe hat kaltgepresstes Futter meistens eine kürzere Haltbarkeit als extrudiertes Futter.
💡 Fazit: kaltgepresst oder extrudiert?
Die beiden Hundefutter-Arten unterscheiden sich zusammenfassend an den vier Aspekten Haltbarkeit, Konsistenz, Nährstoffgehalt und Herstellungsprozess. Die große Frage, ob Du Deine Fellnase mit kaltgepresstem oder extrudiertem Hundefutter ernähren solltest, hängt von den individuellen Eigenschaften und der Futterverwertung Deines Hundes ab und kann nicht pauschal beantwortet werden. Wenn Du Dich zum Thema kaltgepresstes Hundefutter weiter informieren möchtest, schau Dich gerne weiter in unserem Ratgeber um oder bestelle einfach mal unser Probierpaket!
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Was bedeutet "offene Deklaration"?
Die " offene Deklaration " im Zusammenhang mit Hundefutter bezieht sich auf die transparente Offenlegung von Informationen über die Zusammensetzung des Futters in Bezug auf die einzelnen Inhaltsstoffe und deren verarbeitete Mengen.
"Offene Deklaration" bedeutet, dass wir beim Alpenwuff Futter alle Zutaten und deren genaue prozentuale Anteile transparent auflisten. Du weißt also immer, was genau in jedem Beutel Alpenwuff steckt.
Eine offene Deklaration dient dazu, Tierhaltern klare Informationen über das Futter zu geben, damit sie fundierte Entscheidungen zur täglichen Ernährung treffen können. Durch das Lesen der Deklaration können Tierhalter feststellen, welche Hauptbestandteile im Futter enthalten sind. Das unterstützt dabei, Allergene auszuschließen, die Qualität eines Futters zu bewerten und ein Verständnis für das Verhalten eines Hundes zu entwickeln. Denn besteht ein Futter beispielsweise zu einem Großteil aus Mais, spiegelt sich das oft im Verhalten wider. Eine offene Deklaration ermöglicht es also sicherzustellen, dass das Futter den individuellen Bedürfnissen des Hundes entspricht und seine Gesundheit fördert. Darüber hinaus enthält die Deklaration idealerweise Informationen über den Hersteller und den Herstellungsprozess, was Vertrauen in die Produktqualität und Rückverfolgbarkeit der Rohstoffe schafft.
Warum sollte kaltgepresstes Futter besser sein?
Der Vergleich zwischen extrudiertem und kaltgepresstem Hundefutter kann anhand mehrerer Aspekte aufgezeigt werden, die die Vorzüge von kaltgepresstem Futter verdeutlichen:
- Schonender Herstellungsprozess: Kaltgepresstes Futter wird bei niedrigeren Temperaturen (60°C) hergestellt. Im Gegensatz dazu wird extrudiertes Futter bei hohen Temperaturen (bis zu 200°C) hergestellt, was zu einem größeren Verlust natürlicher Nährstoffe führt.
- Bessere Nährstofferhaltung: Der schonende Herstellungsprozess trägt dazu bei, dass natürliche Nährstoffe der Zutaten ähnlich wie bei der Dampfgarung besser erhalten bleiben. Aufgrund der schonenden Temperaturen bleiben natürliche Vitamine und Nährstoffe in kaltgepresstem Futter weitgehend intakt.
- Bessere Verdaulichkeit: Kaltgepresstes Futter zerfällt im Hundemagen schnell in seine Bestandteile und bläht nicht wie es die meisten extrudierten Futterbriketts bei Flüssigkeitskontakt auf. Somit sind die Nährstoffe schnell zugänglich und verdaubar. Die leichtere Verdaulichkeit von kaltgepresstem Futter kann dazu beitragen, dass Hunde weniger Verdauungsprobleme haben. Dies führt zu weniger Blähungen und einem insgesamt zufriedeneren Hund.
Auf wieviel Grad wird das Futter erhitzt?
Unser Futter wird bei niedrigen Temperaturen schonend kaltgepresst, um die Nährstoffe zu erhalten. In der Kaltpresse wird eine maximale Temperatur von ca. 60°C erreicht.
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