Futterumstellung auf kaltgepresstes Hundefutter

Die Frage, wie eine Futterumstellung auf kaltgepresstes Futter beim Hund ablaufen kann ist viel diskutiert. Und aufgepasst: Hunde können auf so eine Futterumstellung in Ihrer Ernährung sensibel mit Blähungen oder Durchfall reagieren.
In diesem Blog möchten wir Euch die Hintergründe erklären, mögliche Gründe für eine Futterumstellung aufzeigen und darüber informieren, wie ihr das Futter eurer Fellnase auf kaltgepresstes Hundefutter umstellen könnt. Alles ist in Lea's Hundefakten-Video zusammengefasst.

Inhalte

    Videozusammenfassung: Futterumstellung beim Hund
    Gründe für eine Futterumstellung
    Wie gehe ich die Futterumstellung auf kaltgepresstes Hundefutter an?

    Warum eine schrittweise Futterumstellung wichtig ist
    Futterumstellung bei mäkeligen Hunden und Futterverweigerern

    Worauf Du nach einer Futterumstellung achten solltest

    Videozusammenfassung: Futterumstellung beim Hund

    Lea's Hundefakten Videobeitrag fasst Euch den vorliegenden Artikel kurz und prägnant auf der Tonspur zusammen.

     

    Gründe für eine Futterumstellung 

    Die Gründe für einen Futterwechsel und somit eine Futterumstellung beim Hund sind vielfältig. Es trifft fast jeden Hundebesitzer irgendwann, denn unsere Hunde sind schließlich Individuen, die sich entwickeln und wachsen. Die folgende Auflistung zeigt Euch die häufigsten Gründe, warum sich Hundebesitzer mit alternativen Futterarten auseinandersetzen (müssen):

    Gründe für eine Futterumstellung
    • Krankheiten: Über- oder Untergewicht, Unverträglichkeiten, Allergien oder schwerwiegendere Krankheiten wie Krebs können eine Futterumstellung zur Notwendigkeit machen. Tauscht Euch bei krankheitsbedingten Futterwechseln bitte unbedingt mit eurem Tierarzt aus und verlasst euch nicht ausschließlich auf Internetquellen.
    • Gesundheitliche Unterstützung: Einige Futtermittel enthalten Inhaltsstoffe, die zur Gesundheit unserer Vierbeiner beitragen. Ein Beispiel hierfür sind Superfoods, welche als natürliche Unterstützer und Vitaminlieferanten verschiedene „Wunder“ wirken. Mehr zur Wirkung verschiedener Superfoods findet ihr bei der Erklärung unserer Zutaten. Aber auch Nahrungsergänzungsmittel oder auf bestimmte Krankheiten ausgerichtete Futtersorten können als gesundheitliche Unterstützung gewählt werden.
    • Abwechslung für mäkelige Hunde und Futterverweigerer: Ähnlich wie wir Menschen unterschiedliche Geschmäcker haben, mögen manche Hunde bestimmte Inhaltsstoffe nicht. Dies äußert sich in Verweigerung oder gelangweiltem Herumkauen und anschließendem Ausspucken. Findet sich kein dauerhaft akzeptiertes Futter, ist die Lösung oftmals Abwechslung.
    • Altersbedingte Wechsel: Die klassischen Futterwechsel finden bei den Altersübergängen Welpe-Junior-Erwachsen-Senior statt. Doch Vorsicht: Die Abstufungen in ganze viele Alters-Kategorien ist nur bedingt sinnvoll und oft ein Marketinghebel größerer Konzerne. Unser Alpenwuff Kaltgepresst ist beispielsweise geeignet für Welpen ab der 10. Woche und erwachsene Hunde – natürlich mit veränderter Dosierung.
    • Qualitätsbedingte Wechsel: Ein weiterer häufiger Wechselgrund ist die Unzufriedenheit mit der Qualität des Futters. Möchte man seinem Vierbeiner dauerhaft etwas Gutes tun, ist es ratsam die Inhaltsstoffe genau zu betrachten, künstliche Konservierungsstoffe und Tierabfallprodukte zu vermeiden und lieber etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

    Unabhängig davon, aus welchem Grund das Futter gewechselt werden soll, ist eines sehr wichtig bei der Futterumstellung eures Hundes: Geht den Wechsel schrittweise an und überfordert den Verdauungstrakt Eurer Fellnase nicht!

    Wie gehe ich die Futterumstellung auf kaltgepresstes Futter an?

    Habt ihr ein Futter gefunden, was Eurer Fellnase beim ersten Probieren schmeckt oder Euch anspricht, geht die Umstellung langsam an. Das bedeutet, dass über einen Zeitraum von 7-10 Tagen beide Futter gemischt und schrittweise der Anteil des neuen Futters erhöht werden sollte. Achtet darauf, dass ihr für eine Futterumstellung noch etwas von dem „alten“ Futter vorrätig habt. Bei erwachsenen, gesunden Hunden kann die Futterumstellung innerhalb von 7 Tagen durchgeführt werden. Bei Senioren, Welpen und Junghunden sollte ein Zeitraum von circa 10 Tagen gewählt werden. Wir empfehlen grundsätzlich eine Umstellung innerhalb von 10 Tagen:

    Futterumstellung auf kaltgepresstes Hundefutter beim Hund

    Warum eine schrittweise Futterumstellung wichtig ist

    Die Notwendigkeit der langsamen Futterumstellung auf kaltgepresstes Hundefutter ist wie bei uns Menschen zu erklären: Essen wir ungewohntes oder stärker gewürztes Essen, so merken auch wir oftmals eine Veränderung in der Verdauung. Das liegt daran, dass sich die Enzymbildung für die Verdauung auf unsere typische Nahrung einstellt.

    Einmal kurz zur Wiederholung: Enzyme sind die kleinen „Biokatalysator-Proteine“, die Nährstoffe weiterverarbeiten. Sie sind die treibenden Kräfte des Stoffwechsels, denn sie spalten die Nährstoffe aus der Nahrung entweder auf oder verbinden sie zu Stoffen, die für den Körper wichtig sind. Doch warum sind Enzyme nun relevant für eine Futterumstellung auf kaltgepresstes Hundefutter?

    Der Hundekörper hat über einen längeren Zeitraum genau die Enzyme gebildet, die für die Nährstoffumwandlung aus dem „alten“ Futter benötigt werden. Ist das „neue“ Futter jedoch proteinreicher, hat mehr Faserstoffe oder mehr Kohlenhydrate, muss sich der Hundekörper zunächst darauf einstellen und die dafür passenden Enzyme in erhöhter Menge bereitstellen. Dies dauert einige Tage, sodass es bei einer Futterumstellung zunächst zu Verdauungsstörungen, Durchfall, Blähungenviel Kot, Erbrechen oder sogar Juckreiz kommen kann. 

    Wichtig ist: Bitte keine voreiligen Schlüsse bei Durchfall, Blähungen oder Ähnlichem während der Umstellungsphase ziehen. Die Symptome bedeuten nicht unbedingt, dass euer Liebling das Futter nicht verträgt. Vielmehr braucht der Körper Zeit, sich auf die Veränderung einzustellen und die passenden Enzyme in ausreichender Menge zu entwickeln.

    Treten Symptome wie Durchfall und Erbrechen bei Eurem Vierbeiner auf, beobachtet diese bitte genau und verlängert gegebenenfalls die Umstellungsphase ein wenig. Ist nach zwei Wochen keine Besserung eingetreten, könnt ihr erwägen, zum „alten“ Futter zurückzukehren. Bitte sucht gleichzeitig einen Tierarzt auf, um mögliche körperliche Ursachen oder Unverträglichkeiten auszuschließen.
     

    Futterumstellung bei mäkeligen Hunden und Futterverweigerern

    Futterverweigerer stellen eine Ausnahme dar, bei der sich die schrittweise Umstellung vom alten zum neuen Futter in den meisten Fällen als nicht umsetzbar erweist. Wenn euer Hund nicht frisst, empfehlen wir deshalb eine radikale Umstellung von einem auf den anderen Tag mit vollen Rationen. Auch bei dieser Art der Umstellung kann es zunächst zu Blähungen und Durchfall kommen, da der Darm sich an das neue Futter gewöhnen muss. Obwohl der Hund nicht direkt am ersten Tag alle Nährstoffe verarbeiten wird, nimmt er dennoch mehr Nährstoffe als bei einer Futterverweigerung auf, sodass die radikale Veränderung sinnvoll ist.

    Worauf Du nach einer Futterumstellung achten solltest

    Grundsätzlich solltest Du regelmäßig die Kotkonsistenz und das Stuhlverhalten Deines Vierbeiners im Blick haben. Gleichzeitig sind Fell- und Hautbild, Zähne sowie Gewicht gute Indikatoren, die Verträglichkeit des Futters nach einer Umstellung im Blick zu halten. Stellen sich ungewollte, negative Veränderungen im Vergleich zum vorherigen Futter ein, solltet ihr einen Tierarzt aufsuchen.

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