Skitouren mit Hund

Skitouren mit HundEin großer „Hype“ in den winterlichen Alpen ist derzeit das Skitouren. Pure Muskelkraft ersetzt den Lift und ermöglicht, dass wir nicht auf unsere geliebten Abfahrten verzichten müssen. Mit Hund macht das ganze gleich doppelt so viel Spaß!

In diesem Artikel erfahrt ihr, wie man den Hund ans Skitouren heranführen kann, erhaltet Tipps zum Aufsteigen und Abfahren mit Fellnase und erfahrt, was den Reiz von Skitouren mit Hund ausmacht.

 



Inhalte

    Was ist Skitouren?
    Wie kann ich Skitouren lernen?
    Skitouren mit Hund 

      Was nehme ich für meinen Vierbeiner mit auf den Berg?
      Leine beim Skitouren?
      Tipps zum Abfahren mit Hund 

        Fazit: Skitouren mit Hund ist die Lösung für skibegeisterte Hundefreunde

          

        Was ist Skitouren?

        Die „Flachlandtiroler“ fragen sich jetzt vielleicht, was Skitouren überhaupt ist. Daher eine kurze Erklärung: Das Skitouren ist eine winterliche Bergsportart, bei der man zunächst den Bergmit Skiern selbst hinaufsteigt und anschließend abfährt. Das Aufsteigen wird mit Hilfe von Skifellen möglich, welche unter den Ski geklebt werden. So rutscht der Ski nicht weg, sondern hat einen festen Halt. Oben angekommen, werden die Felle entfernt und der Schneesportler kann wie beim normalen Skifahren abfahren. Snowboarder aufgepasst: Mit so genannten Splitboards können die Aufstiegsskier für die Abfahrt auch zum Snowboard verbunden werden. Der besondere Reiz beim Skitouren ist, dass man entweder die altbekannten Pisten hochlaufen kann oder auch abgelegene Routen durch stille Wälder und Winterlandschaften beschreiten kann. Gerade letzteres ermöglicht oft einzigartige Abfahrten durch sanften Pulverschnee. Das gefällt schneeverrückten Zwei- und Vierbeinern gleichermaßen. 
         

        Wie kann ich Skitouren lernen?

        Wie mit jeder neuen Freizeitaktivität verhält es sich auch mit dem Skitouren: Man muss es einfach einmal ausprobieren. Das würde ich jedem Einsteiger ans Herz legen, denn die Bewegungsabläufe beim Skitouren Skitouren mit Hund Bayernsollten zunächst gut sitzen und die Technik etwas geübt werden, bevor es mit der Fellnase losgeht. So spart man sich beim Aufstieg Nerven und vor allem viel Energie.  Skitouren-Ausrüstungen kann man in den meisten Skiverleih-Stationen ähnlich wie normale Skier leihen. Am Anfang hilft es, einen Lehrer oder Freund zu haben, der einem die Grundlagen zeigen und die Ausrüstung erklären kann. Als Route sind im Internet einige als „für Anfänger“ gekennzeichnete Touren zu finden. Alternativ kann man auch eine Piste als Einstieg in die Skitouren-Karriere wählen. Aus München heraus bieten sich für Anfänger beispielsweise der Roßkopf am Spitzingsee oder der Braunegg in Lenggries als Einsteigertour an. -> Weitere Skitouren Vorschläge
         

        Skitouren mit Hund

        Sobald ihr ein bisschen Skitouren Routine habt, macht es natürlich umso mehr Spaß, wenn eure Fellnase Euch begleitet. Da Calu den Schnee einfach liebt, war schnell klar, dass er genau der richtige Begleiter auf Touren ist.
         
        Skitouren mit HundDoch der Koordinationsaufwand ist gerade am Anfang nicht zu unterschätzen. Das wurde mir unfreiwillig schnell bewusst: Auf den ersten Metern lief Calu zuerst vorne auf meine Skier, sprang dann von rechts nach links und schneller als ich bis drei zählen konnte, war ein riesiges Kuddelmuddel aus Leine, Skistöckern, Skiern und Handschuhen entstanden. Daher: schaut, dass ihr Euch vor dem Losgehen gut sortiert und den Hund seitlich von Euch halten könnt. Ist der Hund es gewohnt mit einer langen Leine vor Euch zu laufen, sollte dies auch gut funktionieren. Am besten übt ihr die Bewegungsabläufe zunächst in einem ruhigen Bereich wie beispielsweise einem Forst- oder Ziehweg mit einer weiteren Person, die Euch im Notfall unterstützen kann.
         
        Wichtig ist, dass Euer Hund konditionell fit sein sollte. Je nach Schneeverhältnissen und ausgewählter Tour hat er eine Menge Muskelarbeit vor sich, um sich durch den Schnee zu arbeiten. Entsprechend versichert Euch auf jeden Fall vorher, dass Eure Fellnase gesundheitlich für eine Skitour geeignet ist. Beginnt am besten erstmal mit einer kurzen Tour, zur Eingewöhnung.
         
        Was nehme ich für meinen Vierbeiner mit auf den Berg?
        Zusätzlich zu Eurer Ausrüstung solltet ihr natürlich beim Skitouren auch für Euren Vierbeiner ein paar Sachen einpacken.

        🐶 Wir empfehlen, dem Hund am Berg immer ein Geschirr anzulegen, sodass er im Ernstfall besser zu greifen ist und keine Gefahr besteht, dass er sich mit dem Halsband an Ästen oder Felsen verfängt und sich möglicherweise stranguliert.

        🐶 Außerdem hatten wir ja schon gesagt: Eine Skitour ist auch für Euren Hund eine sportliche Höchstleistung. Deshalb solltet ihr an einen Faltnapf, Wasser und etwas Futter denken, wenn es auf den Berg geht. So könnt ihr – oben angekommen - gemeinsam eine Jause mit guter Aussicht genießen.

        🐶 Zuletzt empfehlen wir, gerade bei längeren Touren sowohl eine lange als auch eine kurze Leine dabei zu haben. Das lässt Euch Flexibilität und ihr könnt in verschiedenen Situationen gut reagieren. Aber braucht man überhaupt eine Leine?
         
        Leine beim Skitouren?
        Zu dieser Frage ist online eine echte Diskussion entbrannt. Ein Lager spricht sich aus Rücksichtnahme gegenüber anderen, hundelosen Skitourern und den im Winter besonders wichtigen Tierschutzzonen klar für eine Leinenpflicht aus.Skitouren mit Hund
         

        Auf der anderen Seite kann Eure Fellnase natürlich viel besser einen eigenen Aufstiegsrythmus finden, wenn sie nicht an der Leine neben Euch herlaufen muss und gezwungen ist, sich Euch anzupassen. Calu liebt es beispielsweise, ein bisschen vorzulaufen, sich im Schnee zu wälzen und dann weiter vorne wieder auf mich zu warten. Deshalb ist unsere Meinung, dass diese Frage wie auch beim Spazierengehen hundespezifisch beantwortet werden sollte.

        Hört Eure Fellnase so gut, dass sie jederzeit auf Euren Rückruf reagiert, bei Euch bleibt und nicht in gekennzeichnete Tierschutzgebiete oder zu anderen Skitourern abdreht, finden wir es absolut vertretbar, dass Eurer Liebling ohne Leine am Berg herumläuft. ⚠️ Seid ihr Euch jedoch unsicher, ob Euer Hund wirklich reagiert oder ist klar ausgeschildert, dass aufgrund von Wildtieren oder Pistengerät eine Leinenpflicht besteht, empfehlen wir am Berg lieber einmal mehr die Leine anzulegen! 

         
        Tipps zum Abfahren mit Hund
        Zuletzt noch einige Gedanken zum Abfahren mit Hund. Denn auch wenn man vielleicht zunächst denkt, das Abenteuer ist mit dem Aufstieg zu Ende, so braucht auch die Abfahrt nochmal eine gute Konzentration. Gerade mit Vierbeinern ist das Abfahren gar nicht so einfach und sollte vor einer großen Tour gut geübt werden, sodass Euer Liebling nicht „unter die Skier kommt“. Eure Fellnase muss lernen, dass sie weder den aufgewirbelten Schnee jagen kann noch sehr nah bei Euch laufen kann, denn es besteht die Gefahr von Schnittwunden durch die Skikanten. Am Berg konnte ich bisher drei verschiedene Techniken zum Abfahren mit Hund beobachten:
         
        Skitouren mit Hund - Gipfel Hund#1 Sitzend abwarten und Rückruf: Eine Möglichkeit besteht darin, dass ihr euren Vierbeiner absetzt und ihn zunächst warten lasst während ihr ein paar Schwünge abfahrt. Nach ein paar Metern bleibt ihr stehen und ruft den Hund zu Euch. Wenn ihr mit mehreren unterwegs seid, kann auch eine Person beim Hund bleiben und so kann Euer Liebling immer von Person zu Person den Berg hinunterfliegen. Auf dem Bild vor dem Gipfel haben wir dies mit Calu geübt.

        #2: Große lange Serpentinen: Am Anfang habe ich das Abfahren mit Calu geübt, indem wir sehr große Serpentinen gefahren sind und vor jeder Kurve angehalten haben. Calu ist dabei die ganze Zeit bergseitig neben mir gelaufen. So konnte ich sicherstellen, dass das Tempo nicht zu schnell wird und Calu immer in meiner Nähe bleibt. Diese Technik funktioniert auch sehr gut an der kurzen Leine. Ich nutze sie vor allem für Abfahrten bei Pistenskitouren oder, wenn viel los ist!
         
        #3 Shuttleservice: Die letzte Option ist der Shuttleservice nach unten im Rucksack oder einer Hundetrage. Gerade kleinere Vierbeiner werden auch gerne mal im Rucksack abgefahren. Für größere Hunde gibt es extra Hundevorrichtungen zum Abfahren am Berg. Das haben wir bisher nur bei anderen gesehen, denn mit seinen 30 kg ist Calu einerseits zu schwer. Andererseits liebt er die Abfahrten so sehr, dass es ihm glaube ich gar nicht gefallen würde, wenn er nicht selbst laufen dürfte.
         
        Insgesamt solltet ihr beim Abfahren im Blick halten, dass ihr nicht zu schnell macht. War die sportliche Leistung beim Hochgehen für Dich und Deinen Vierbeiner noch sehr ähnlich, so ist die Abfahrt für Dich auf Skiern doch wesentlich leichter als für Deine Fellnase. Außerdem solltet ihr immer im Blick halten, auf was für Schnee Euer Vierbeiner läuft und schauen, dass er sich bei schlechteren beispielsweise vereisten Bedingungen nicht die Pfoten wund läuft.
         
         

        Fazit: Skitouren mit Hund ist die Lösung für skibegeisterte Hundefreunde 

        Für Calu und mich steht fest: Skitouren ist unser Ding. Den großen Reiz sehe ich darin, dass Calu nicht mehr allein zu Hause warten muss, während die Familie Spaß beim Skifahren hat. Nun kann auch er dabei sein und die tollen Aussichten, den Pulverschnee und die Sonne auf ausgiebigen Touren genießen.
        Skitouren mit Hund - Team Alpenwuff
         

        Lust mal eine Skitour mit Hund zu probieren?

        Wenn Du Lust hast, das ganze rund um München einfach mal auszuprobieren, melde Dich gerne bei mir (Lea) und wir schauen, ob wir ein Alpenwuff Community Event daraus machen! 👏

         

         

        Zurück zum Blog