💩 Erhöhter Kotabsatz bei kaltgepresstem Futter - ein positives Zeichen

💩 Erhöhter Kotabsatz bei kaltgepresstem Futter - ein positives Zeichen

Uns erreicht immer wieder die Frage: Kommt beim kaltgepressten Futter denn nicht viel zu viel hinten wieder heraus und der Hund erhält gar keine Nährstoffe? Ein erhöhter Kotabgang kann vor allem bei einer Umstellung von extrudierten auf kaltgepresste Futter vorkommen. Stellt man jedoch auf ein qualitativ hochwertiges, kaltgepresstes Futter wie Alpenwuff um, ist das Verhalten ein gutes Zeichen! Denn es zeigt die positive Veränderung des Verdauungstraktes eurer Fellnase.


In diesem Blog erfahrt ihr, warum es zu einem erhöhten Kotabsatz kommen kann, warum dies auf eine positive Veränderung hindeutet und wie lange dieses Verhalten auftreten kann.

Warum kommt es zum erhöhten Kotabsatz?

Die Ursache für erhöhten Kotabsatz bei kaltgepressten Futtersorten liegt nur selten darin, dass eure Fellnase das Futter nicht verträgt. Hinter diesem Verhalten stecken vielmehr im Darm ablaufende, körperliche Veränderungsprozesse, deren Ursache das Herstellungsverfahren der Kaltpressung ist.

Denn kaltgepresstes Futter wird im Herstellungsprozess nicht so stark erhitzt wie herkömmliche, extrudierte Futter. Dies führt dazu, dass mehr Nährstoffe in ihrer natürlichen Form erhalten bleiben und das Futter eine hohe Nährstoffdichte aufweist. Doch was bedeutet das nun für die Verarbeitung im Darm, wenn man auf kaltgepresstes Futter umsteigt? Und wieso kommt es zum vermehrten Kotabsatz? Es lassen sich zwei Dinge herausstellen:

Erhöhter Kotabsatz bei kaltgepresstem Futter

#1 Umstrukturierung der Darmzellen und Enzyme
Wie in unserem Artikel zur Futterumstellung beschrieben, muss sich der Hundedarm zunächst auf das veränderte Futter einstellen. Dies tut er, indem die Enzyme und Zellen im Darmtrakt eine Veränderung durchlaufen, um die relevanten Nährstoffe, welche im kaltgepressten Futter verdichteter auftreten, aufnehmen zu können.

Einmal kurz zur Wiederholung: Enzyme sind die kleinen „Biokatalysator-Proteine“, die Nährstoffe weiterverarbeiten. Sie sind die treibenden Kräfte des Stoffwechsels, denn sie spalten die Nährstoffe aus der Nahrung entweder auf oder verbinden sie zu Stoffen, die für den Körper wichtig sind. 
Der Hundekörper bildet dabei über die Zeit genau die Enzyme, die für die Nährstoffumwandlung aus bestimmten Futtern benötigt werden. Mit der Umstellung auf kaltgepresstes Futter muss sich der Hundekörper zunächst auf die intensiverer Nährstoffdichte einstellen und die dafür passenden Enzyme in erhöhter Menge bereitstellen. Dies dauert einige Tage oder bei empfindlichen Hunden sogar Wochen, sodass es bei einer Umstellung zunächst zu Verdauungsstörungen, Durchfall, Blähungen oder weichem, häufigerem Stuhlgang kommen kann. Der häufigere Stuhlgang ist also damit zu erklären, dass dem Hund noch Zellen und Enzyme für die Nährstoffverarbeitung fehlen und er damit auch eigentlich verwertbare Nahrung ausscheidet. Es findet ein natürlicher Entgiftungsprozess im Körper statt, der Eurem Hund und seinem Darmtrakt gut tut.

Um die Entgiftung zu unterstützen und die Nährstoffdichte verarbeiten zu können, kommt es in vielen Fällen auch dazu, dass Eure Fellnase mehr trinkt als sonst.

#2 Anteil an Rohfasern und unverdaulichen Ballaststoffen aktivieren den Darm

Neben der hohen Nährstoffdichte regen die unverdaulichen Faserstoffe, auch Ballaststoffe genannt, zu vermehrtem Kotabsatz an. Denn tendenziell ist der Anteil der Ballaststoffe und Rohfasern in kaltgepressten Futtern etwas höher. Diese Stoffe stimulieren die Darmbewerbung, die Darmwände und das Wachstum der Darmzellen eurer Fellnase auf natürliche Weise und regen damit die Verdauung an. Es kommt zu vermehrtem Kotabsatz.

Warum ist der erhöhte Kotabsatz nun ein gutes Zeichen?

Der Hundekörper macht intuitiv das, was für ihn gut ist. Bei der Umstellung auf ein kaltgepresstes Futter räumt eure Fellnase den Darm auf und bildet eine gesunde, aktive Darmflora aus. So kann eure Fellnase die eng zusammengepressten Nährstoffe optimal verwerten und stärkt gleichzeitig das Immunsystem. Denn der Darm ist das größte Organ des Hundes und bietet damit sowohl die größte Angriffsfläche aber auch den größten Abwehrmechanismus. Eine gesunde Darmflora wehrt Infekte ab und sortiert die guten und die schlechten Bakterien. 

Warum ist der erhöhte Kotabsatz nun ein gutes Zeichen?

Der Kotabsatz sollte sich innerhalb von zwei bis drei Wochen normalisieren. Bei empfindlichen Hunden kann das Verhalten jedoch auch bis zu drei Monaten andauern.

 

 

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