Insekten Hundefutter und Insekten Leckerlis

Sind Insekten Hundefutter und Leckerlis nachhaltig?

Gestern war der 4. Mai 2022 und Deutschland hat es wieder einmal nicht geschafft. Es war "Erdüberlastungstag" - der Tag an dem wir in Deutschland alle natürlichen Ressourcen verbraucht haben, die uns nach theoretischen Berechnungen jährlich zur Verfügung stehen. Und das Anfang Mai! Das Erreichen dieser Grenze 8 Monate vor Jahresende macht unumgänglich klar, "wie sehr wir über dem Limit leben" heißt es in den Tagesthemen. Es macht uns bewusst, dass ein Umdenken und ein "Anders Leben" schlichtweg unumgänglich sind, wenn wir unseren Planeten bewahren wollen. 🌍


Neben all den Möglichkeiten, die wir als Menschen für eine nachhaltigere Lebensweise haben, sollten wir auch den Einfluss unserer domestizierten Fellnasen nicht außer Acht lassen. Denn: Jeder Beitrag zu einem klimafreundlichen Lebensstil zählt und wiegt etwas! 

Ein Hebel für mehr Nachhaltigkeit und gleichzeitig ein großer Trend ist die Nutzung ressourcenschonender, nachhaltiger Proteinquellen wie beispielsweise Insekten. In diesem Blog berichten wir, mit welchen Argumenten die Hermetia Illucens - die schwarze Soldatenfliege - überzeugt. Außerdem findet ihr ein Video, wie eine kreiswirtschaftlich orientierte Insektenzucht in Deutschland aussieht und erfahrt, worauf ihr bei Insektenprodukten unbedingt achten solltet.

Inhalte

Insekten im Hundefutter - aus 3 Gründen

    1. Ressourcen-schonend, klimafreundlich und hocheffizient
    2. Auch etwas für Allergiker
    3. Ein echtes Superfood 

      Insekten Hundefutter: Made in Germany

      Leitfragen für den Kauf von Insekten Hundefutter und Leckerlis

      Fazit: Überwindet den Ekel und lasst eure Fellnasen probieren

       

      Insekten im Hundefutter - aus 3 Gründen Insekten Hundefutter - Gründe

      #1 Ressourcen-schonend, klimafreundlich und hocheffizient

      In der Welt heißt es immer so schön: Die Deutschen, die lieben die Effizienz. Doch beim Hundefutter sind wir derzeit noch nicht effizient - zumindest nicht im Sinne der Ressourcennutzung und der Nachhaltigkeit. Denn: Insekten Hundefutter wird bisher in Deutschland erst von einer kleinen Minderheit verfüttert. Was in vielen Blog- und Zeitungsartikeln bereits aufgegriffen wird, zeigt der Trendbericht "Fleisch der Zukunft" des Umweltbundesamtes aus dem Jahr 2019 wissenschaftlich belegt auf. Insekten sind im Vergleich bezogen auf ihren Wasser-, Platz-, und Futterbedarf sowie auf Abfallprodukte und CO2 in der Aufzucht die effizientesten Proteinlieferanten:

      Klimaabdruck Proteinlieferanten Hundefutter

      💧 Wasser

      Wasser wird in der Herstellung von tierischem Protein für die Aufzucht der Tiere, den Produktionsprozess sowie die Reinigung von Stallungen oder Aufzuchtstätten benötigt. Wie die obenstehendes Bild zeigt, ist der Wasserverbrauch von Hühnern und Insekten dabei ähnlich gering. Spannend ist, dass Larven nicht trinken, sondern ihre Flüssigkeit über Nahrung und Luftfeuchtigkeit aufnehmen.

      🚜 Platz
      Der größte Effizienzfaktor ist der Platz, der zur Insektenaufzucht benötigt wird. Insekten leben von Natur aus eng gedrängt, vermehren sich bei guten Bedingungen extrem schnell, haben einen kurzen Entwicklungszyklus, brauchen keine riesigen Weideflächen oder Ställe und können auch in mehrstöckigen Häusern gezüchtet werden. All dies macht sie im Vergleich zu sehr effizienten Proteinlieferanten. Während für 100g verzehrbares insektenbasiertes Protein ca. 0,15m2 benötigt werden, wird für Geflügel beispielsweise mindestens das doppelte und für Rind das acht- bis vierzehnfache an Landmasse benötigt.

      👩‍🌾 Futter und Abfall
      Insekten schneiden auch in der Aufzucht mit Bezug auf Futter und Abfallprodukte sehr gut ab. Denn, Insekten tragen in ihrer Aufzucht zu einer nachhaltigen Kreiswirtschaft bei: Einige Arten wie die in den Alpenwuff Snacks verarbeitete Hermetia Illucens eignen sich besonders gut, organischen Abfall zu Kompost umzuwandeln. So können Restprodukte, die eigentlich im Müll landen würden, an die kleinen Klimahelden verfüttert werden. Eine guter Ansatz, um "Foodwaste" zu verringern.


      Auch das, was hinten rauskommt überzeugt: Insekten geben weniger Nährstoffe und Abfälle an ihre Umwelt ab als die üblichen Proteinquellen wie Schwein, Rind oder Geflügel. Es kommt zu einer geringeren Verunreinigung von Böden und Wasser. Außerdem ist die Larve zu 100% verzehrbar und es entstehen keine Schlachtnebenprodukte.

      💨 CO2 Ausstoss

        Zuletzt geht es natürlich auch um einen Vergleich der CO2 Werte. Laut der Trendanalyse werden 3.05 kg CO2 Äquivalent für 100g Rindfleisch, 0.41 kg CO2 Äquivalent für 100 g Schweinefleisch, 0.38-0.43 kg CO2 Äquivalent für 100g Geflügel und nur 0.15 kg CO2 Äquivalent für 100g insektenbasiertes Protein benötigt.

        #2 Auch was für Allergiker

        Immer mehr Hunde leiden an Allergien. Dies ist ein ähnliches Phänomen wie bei uns Menschen - ein echtes Wohlstandsproblem. Dennoch kennen es die Allergiker unter uns: Allergien sind nervenaufreibend und können sehr schmerzvoll sein. 

        Hunde leiden meist entweder unter umweltbedingten oder nahrungsbedingten Allergien. Nahrungsbedingte Allergien führen zu Symptomen wie häufiges Jucken, Wälzen oder Lecken nachdem eine bestimmte tierische Proteinquelle gefressen wurde. Allergietests für Hunde können dabei aufzeigen, gegen welche Nahrungsmittel eure Fellnase allergisch reagiert, sodass ihr den Alltag entsprechend anpassen könnt. 

        Im Bezug auf Insekten Hundefutter zeigen erste Forschungsergebnisse, dass Insektenproteine nur in extrem seltenen Fällen zu einer nahrungsbedingten Allergie führen. Daher gilt Insektenprotein als sehr gute Alternative für Allergikerhunde.

        Ein echtes Superfood

        Zuletzt sind Insekten auch ein wahres Superfood, das nicht nur Proteine liefert. Eure Fellnase kann aus den kleinen Insekten wertvolle Nährstoffe wie Eisen, Kupfer, Zink, Magnesium, Phosphor und Selen ziehen. Außerdem enthalten die Larven einen großen Anteil an Vitamin B und einige Ballaststoffe.

        Insekten Hundefutter: Made in Germany 

        Entscheidend bei Insekten Hundefutter und Insekten Leckerlis für Hunde ist, unter welchen Bedingungen die Larven aufgezogen werden. Werden Insekten aus Drittländern außerhalb EU bezogen, ist eine Kontrolle der Aufzuchtbedingungen und somit der Qualität oftmals nur bedingt möglich. Aus diesem Grund empfehlen wir vor allem bei Insektenprotein auf eine Herstellung in Deutschland oder in der EU zu achten. Denn wie das folgende Video zeigt, liegt der Fokus hierzulande auf Regionalität, fairen Aufzucht Bedingungen und Berücksichtigung der Kreislaufwirtschaft.

        Leitfragen für den Kauf von Insekten Hundefutter und Leckerlis

        Zuletzt möchten wir Euch drei Fragen mit auf den Weg geben, die ihr beim Kauf von Insektenprodukten hinterfragen solltet.

        • Woher kommen die Insekten?
          Unser Tipp ist, kritisch zu hinterfragen, woher die verarbeiteten Insekten kommen. In der Entwicklung unseres Snacks haben wir festgestellt, dass das Angebot an Insekten gerade aus asiatischen Ländern groß und deutlich günstiger ist. Doch bei genauerer Analyse werden Qualitätsunterschiede erkennbar und auch die Arbeits- und Aufzuchtbedingungen konnten nicht transparent offengelegt werden. Uns ist es jedoch wichtig, die Produkte und ihre Herkunft zu verstehen.

        • Welche Insekten sind verarbeitet?
          Interessant ist ebenfalls, welche Insekten überhaupt verarbeitet werden. Denn: die Vielfalt an Insekten ist riesig. Bisher bewährte und gut getestete Proteinquellen im Hundefutter sind beispielsweise die Hermetia Illucens - die schwarze Soldatenfliege - und Grashüpfer.

        • Was wird den Insekten gefüttert?
          Was ebenfalls einer kritischen Nachfrage lohnt ist, was denn die Insekten während ihrer Aufzucht fressen. Insekten können sich in vielerlei Hinsicht von Kadavern bis zu altem Gemüse ernähren. Auch können sie sich von "normalem" Nutztierfutter ernähren. Ein wirklicher Beitrag zur Nachhaltigkeit entsteht vor allem, wenn die Insekten organische Abfallprodukte fressen und somit zu einer Kreiswirtschaft beitragen.

        Fazit: Überwindet den Ekel und lasst eure Fellnasen probieren

        Die Trendstudie gibt als häufigsten Grund für die Ablehnung von Insektennahrung beim Menschen die Ekelbarriere an. Doch: Wie oben beschrieben, können die kleinen Insekten als Klimahelden in der Masse einen großen Beitrag leisten. Daher ist unser Fazit: Überwindet den Ekel und lasst Eure Fellnasen probieren!

        Natürlich gerne auch bei uns - mit unserem hypoallergenen, kaltgepressten Insektensnack.

         

         

         

        Zurück zum Blog

        Hinterlasse einen Kommentar

        Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen.